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Implementierung einer Überschussschlammeindickung in die vorhandene Infrastruktur einer Gemeinschaftskläranlage

Implementierung einer Überschussschlammeindickung in die vorhandene Infrastruktur einer Gemeinschaftskläranlage
type:M.Sc.
time:01.05.2018
tutor:

Tobias Morck

Problemstellung

Implementierung
Quelle: IWG-SWW, KIT

Die mechanisch-biologische Gemeinschaftskläranlage ist für 15.000 EW ausgelegt und behandelt Schmutzwasser von 13.000 Beschäftigten eines Industriestandortes des produzierenden Gewerbes und kommunales Abwasser einer benachbarten Kommune. Die Reinigung des anfallenden Produktionsabwassers erfolgt separat in einer getrennten Produktionsabwasserbehandlungsanlage. Die Anlagen zur Schlammbehandlung werden getrennt für die Schlämme aus dem kommunalen Kläranlagenteil und aus der Produktionsabwasserbehandlung betrieben. Lediglich die Kammerfilterpresse zur Schlammentwässerung, die chargenweise betrieben wird, wird zur Entwässerung beider Schlammarten genutzt.

Im kommunalen Kläranlagenteil erfolgt die Eindickung des aus der Nachklärung abgezogenen Überschussschlammes simultan mit der Primärschlammeindickung im Vorklärbecken. Aufgrund der Rückführung des Überschussschlammes in die Vorklärung und allgemein langer Schlammverweilzeiten kann es zu einer Hydrolyse von Stickstoff- und Kohlenstoffverbindungen und einer Schwefelwasserstoffbildung im Vorklärbecken kommen. In der Vergangenheit führte dies in einigen Fällen zu massenhafter Entwicklung von Fadenbakterien im Belebungsbecken und entsprechenden Problemen in der anaeroben Schlammstabilisierung durch übermäßiges Schäumen im Faulturm.

Zur Vermeidung der beschriebenen Betriebsprobleme auf der Gemeinschaftskläranlage soll zukünftig eine getrennte statische Eindickung des Primärschlamms im Vorklärbecken und separate maschinelle Eindickung des Überschussschlammes erfolgen. Hierfür wurden mit Hilfe einer Versuchsanlage erfolgreiche Vorversuche mit einer mobilen Schlammentwässerungsanlage durchgeführt.


Aufgabenstellung

Im Rahmen der Masterarbeit sollen die Möglichkeiten einer Implementierung der maschinellen Überschussschlammeindickung in die vorhandene Infrastruktur der Gemeinschaftskläranlage untersucht und die Auswirkungen auf die Abwasserreinigung und die Schlammbehandlung beschrieben und bewertet werden. Ziel der Arbeit ist es, Empfehlungen zur Umsetzung und das weitere Vorgehen abzuleiten.