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Untersuchungen zum gelösten refraktären CSB auf dem Klärwerk Karlsruhe

Untersuchungen zum gelösten refraktären CSB auf dem Klärwerk Karlsruhe
type:M.Sc.
time:01.06.2018
tutor:

Tobias Morck

Problemstellung

Untersuchung
Quelle: Stadt Karlsruhe

 

In den letzten Jahren wurden vor allem in Deutschland und der Schweiz mehrere Kläranlagen mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe zur Spurenstoffentnahme nachgerüstet. Auch das Klärwerk Karlsruhe wird um eine separate Adsorptionsstufe zur Elimination von Spurenstoffen erweitert. Die separate Adsorptionsstufe wird aus einem Kontaktreaktor (mit Dosierung von Pulveraktivkohle (PAC)) und einem Sedimentationsbecken bestehen und der biologischen Stufe nachgeschaltet (Ablauf Nachklärung).
Spurenstoffe im Kläranlagenablauf bilden einen Anteil des sogenannten refraktären CSB und gehören so zu den biologisch nur schlecht abbaubaren Substanzen. Vor Inbetriebnahme der neuen Reinigungsstufe zur Spurenstoffentnahme auf dem Klärwerk Karlsruhe ist daher eine detaillierte Kenntnis über Herkunft, Vorkommen und Konzentrationen von refraktären organischen Verbindungen auf dem Klärwerk Karlsruhe hilfreich und notwendig.
Die Herkunft der organischen Restverschmutzung im Ablauf des Klärwerks Karlsruhe, die mit im Mittel 35 mg/l CSB vergleichsweise hoch liegt, ist weitestgehend unbekannt. Als Hauptursachen werden ein refraktärer CSB im Zulauf zum Klärwerk und eine interne Rückführung über Feststoffe aus der Schlammbehandlung in den Anlagenzulauf vermutet.

Aufgabenstellung

 

Im Rahmen der Masterarbeit soll eine Bilanzierung von refraktären organischen Verbindungen durchgeführt werden. Hierfür erfolgt eine Probenahme im Zulauf Klärwerk, im Ablauf Zwischenklärung, im Ablauf Nachklärung, im Überlauf statische Voreindicker und im Konzentratablauf Zentrifuge.
Darüber hinaus soll eine Charakterisierung der organischen Reststoffe erfolgen, wozu die organischen Stoffe (zusätzlich zum CSB) summarisch durch den gelösten organischen Kohlenstoff (DOC) beschrieben und weitergehend analysiert werden.
Ziel der Arbeit ist es, den bislang noch geringen Kenntnisstand über Herkunft und Vorkommen von refraktären organischen Verbindungen auf dem Klärwerk Karlsruhe zu erweitern und darauf aufbauend Empfehlungen für den allgemeinen Betrieb und den zukünftigen Betrieb der neuen Adsorptionsstufe abzuleiten.