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Datenentwicklung/Methodenentwicklung zur verbesserten Erfassung und Darstellung der Emissionssituation im PRTR

Datenentwicklung/Methodenentwicklung zur verbesserten Erfassung und Darstellung der Emissionssituation im PRTR
Ansprechpartner:

Dr.-Ing. Stephan Fuchs
Dipl.-Geoökol. Steffen Kittlaus
Dipl.-Geoökol. Snezhina Dimitrova

Förderung:

Umweltbundesamt (UBA)

Starttermin:

03/2012

Endtermin:

11/2013

Beschreibung

Seit 2008 müssen Industriebetriebe jährlich Informationen über ihre Schadstofffreisetzungen in Luft, Wasser und Boden sowie über die Verbringung des Abwassers und des Abfalls außerhalb des Standortes, wenn festgelegte Schwellenwerte überschritten werden, in einem Schadstofffreisetzungs- und Verbringungsregister (Pollutant Release and Transfer Register, PRTR) den zuständigen Länderbehörden und der EU berichten. Die Daten werden anschließend über die Web-Portale E-PRTR (EU) Thru.de (Deutschland) der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Im deutschen PRTR werden zukünftig neben den einzelbetrieblichen Daten (Punktquellen) auch Daten zu Emissionen aus diffusen Quellen dargestellt. Nach der Definition der EU-PRTR-VO[1] sind "diffuse Quellen" die zahlreichen kleinen oder verteilten Quellen, aus denen Schadstoffe in Boden, Luft und Wasser freigesetzt werden können, deren kombinierte Wirkung auf diese Medien erheblich sein kann und für die es nicht praktikabel ist, einen Bericht zu jeder einzelnen Quelle einzuholen. Bezüglich der Einträge in die Gewässer sollen folgende Quellen berücksichtigt werden: Verkehr und Infrastruktur, Landwirtschaft, Haushalte.

Im Rahmen des Forschungsprojektes „Datenvalidierung/ Methodenentwicklung zur verbesserten Erfassung und Darstellung der Emissionssituation im PRTR“ koordiniert das ITAS Arbeiten zur Darstellung der Eintragssituation über diffuse Quellen in Deutschland für das Jahr 2008.

Die diffusen Emissionen über das Kompartiment Wasser werden durch das IWG-SWW recherchiert. Die Modellierung wird mit Hilfe des am IWG-SWW entwickelten Modellierungswerkzeuges MoRE für die Nährstoffe, Schwermetalle und weitere prioritäre Stoffe (PAK, DEHP, Biozide) in den deutschen Einzugsgebieten durchgeführt. Betrachtet werden sowohl die Direkteinträge in die Gewässer als auch die indirekten Einträge aus dem urbanen und landwirtschaftlichen Bereich. Die relevanten Anteile der einzelnen Eintragsbereiche an dem Gesamteintrag werden identifiziert und bezüglich ihrer Relevanz für Deutschland ausgewertet. Anschließend werde Aktivitätsraten definiert und Emissionsfaktoren abgeleitet.

 



Verordnung  Nr. 166/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Januar 2006 über die Schaffung eines Europäischen Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregisters und zur Änderung der Richtlinien 91/689/EWG und 96/61/EG des Rates