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Merkblatt zur Studienarbeit

Merkblatt zur Studienarbeit
Forschungsthema:Merkblatt
Typ:Merkblatt
Datum:keins

Inhalt

Die Studienarbeiten sollten innerhalb eines Jahres nach Ausgabe bearbeitet werden. Sie sind spätestens 2 Monate vor dem entsprechenden Prüfungstermin am Institut abzugeben bzw. ihre verspätete Abgabe ist anzukündigen.

Aufgabenstellung ist es, ein siedlungswasserwirtschaftliches Thema der freien Wahl zu bearbeiten. Dies kann auch in Gruppenarbeit erfolgen. Die folgenden Themenvorschläge sind unverbindlich und stellen nur eine kleine Auswahl möglicher Themen dar:

  • Kläranlagenbeschreibung

  • Kanalsanierungs- und Gebührenentwicklung

  • Baugebietserschließungen (z.B. Entwässerung, Trinkwasserversorgung)

  • Sanierungskonzepte

  • Renaturierungsprojekte

Dabei soll jedes "Objekt" zunächst so verständlich wie möglich erfasst, kommentiert und gegebenenfalls Verbesserungsvorschläge eingebracht werden. Die Arbeit kann z.B. auch in der Heimatgemeinde des/der Studenten/in angefertigt werden. Erfahrungsgemäß ist die Kooperationsbereitschaft der zuständigen Personen bei Behörden und Ämtern (Klärwerk, Rathaus, Tiefbauamt, etc.) groß und eine entsprechende Anfrage wird nur selten abgelehnt.

 

Die Mindestbearbeitungszeit beträgt 40 Stunden je Person (für Geoökologen 60 Stunden). Das Thema sollte in jedem Fall vorher mit dem zuständigen Assistenten (Prof. h.c. Dipl.-Ing. E. Hoffmann, Dr.-Ing. S. Fuchs) abgesprochen werden.

 

Kläranlagenbeschreibungen

Kläranlagenbeschreibungen sind die populärste Form der Studienarbeiten nach "freier Wahl". Eine beispielhafte Inhaltsübersicht kann eingesehen werden. Sie ist als Maximalanforderung zu sehen, der Inhalt orientiert sich stets an den Gegebenheiten der Kläranlage vor Ort und an der Anzahl der bearbeitenden Personen.

Auch für größere Gruppen (bis vier Studierende) ist eine solche Aufgabenstellung denkbar, so könnte evtl. auch noch eine dynamische Simulierung mit in die Aufgabenstellung aufgenommen werden.

Angefertigte Studienarbeiten können am Institut eingesehen werden.

 

Vorschlag für den Inhalt einer Kläranlagenbeschreibung

Einleitung

  • Geschichte und Entwicklung der Anlage
  • Anschrift/Tel.-Nr./Kläranlagennachbarschafts-Zugehörigkeit der Anlage


Übersicht

  • Lageplan
  • Verfahrensschema

Zu- und Abfluss
  • Einzugsgebiet (flach/steil?), Kanalisation (Trenn-/Mischsystem?), angeschlossene EW
  • Zufluss (Qm, Qt, Qs, Qf, Ganglinie)
  • Zu- und Ablauffrachten, gesetzliche Anforderungen
  • Stabilität des Ablaufes
  • Eigenschaften des Vorfluters

Beschreibung der Anlagenteile
  • mechanische Stufe
  • biologische Stufe
  • weitergehende Reinigungsstufe
  • Schlammbehandlung

 jeweils folgende Punkte:

  • eingesetzte Verfahren (Tropfkörper/Belebungsbecken?), Geometrie
  • beim Belebungsbecken z.B. auch: Art des Belüftungssystems, Belüftungsstrategie, ...
  • siedlungswasserwirtschaftliche Dimensionierungsparameter (Schlammalter, Schlammbelastung, Aufenthaltszeit)
  • Chemikalienverbrauch
  • Reststoffanfall (Rechengut, Sandfanggut, Klärschlamm), jeweils Entsorgungswege/-kosten
  • Analysenwerte d. Klärschlamms (laut Abfallklärschlammverordnung)
  • Mess-/Steuer-/Regeltechnik

Energie

  • Bezug (getrennt nach Anlagenteilen), Kosten
  • spezifischer Energieverbrauch der Belebung (Dieser Wert ist interessant, da die Belüftung des Belebungsbeckens i.d.R. den größten Energieverbraucher einer Kläranlage darstellt. Der Energieverbrauch der Belüftung wird dabei bezogen auf den Gesamtsauerstoffverbrauch (als Summe der abgebauten CSB-Fracht und der Nitratstickstofffracht unter Berücksichtigung des denitrifizierten Anteils).
  • Energieertrag (Faulturm, Strom/Wärme) und Verwendung (Blockheizkraftwerk)
  • Eigendeckungsanteil

 

Empfohlene Literatur:

Thema Abwasserreinigung/Bemessung: Bever, Stein, Teichmann:"Weitergehende Abwasserreinigung"

Thema Abwasserreinigung/Biologie: Mudrack, Kunst:"Biologie der Abwasserreinigung"

Thema Schlammbehandlung: Böhnke, Bischofsberger, Seyfried:"Anaerobtechnik"