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Siedlungswasserwirtschaft und Wassergütewirtschaft

Zeitungsartikel Herr Fuchs
Stickstoffemissionen aus punktförmigen und diffusen Quellen in den Rhein & Statement Herr Fuchs

Der Fachbereich unter der Leitung von Dr.-Ing. Stephan Fuchs gliedert sich in die Abteilungen „Verfahrenstechnik“, „Wassergütewirtschaft“ und „Semi- und dezentrale Systeme“, die inhaltlich eng verzahnt sind. Die Abteilung „Verfahrenstechnik“ erarbeitet Grundlagen zum ressourcen- und energieschonenden Umgang mit Abwasser oder allgemeiner mit den organischen Reststoffen anthropogener Aktivitäten. Die Ergebnisse finden unmittelbare Umsetzung in den Arbeiten der Abteilung „Semi- und dezentrale Systeme“, die sich schwerpunktmäßig mit der Entwicklung und Umsetzung von integrierten und angepassten Lösungen zur Abwasser- und Abfallbehandlung in Schwellen- und Entwicklungsländern befasst.
Der Fokus der Abteilung „Wassergütewirtschaft“ liegt auf der Erfassung und Bewertung der Wirkungen von Belastungen und belastungsmindernden Maßnahmen im Wasserkreislauf. Monitoring, Datenanalyse und Modellierung sind hierbei die wichtigsten Arbeitsansätze. Der Betrachtungshorizont geht dabei weit über die Siedlungsgebiete hinaus und erfasst Stoffeinträge aus verschiedenen Formen der Landnutzung innerhalb von Flussgebieten. Aus diesen Analysen resultieren Handlungsempfehlungen, die, wenn sie sich auf die Siedlungsgebiete beziehen, aufbauend auf verfahrenstechnischen Grundlagenuntersuchungen in Lösungskonzepte überführt und umgesetzt werden.
Die Arbeitsschwerpunkte des Fachbereichs umfassen:

  • Ressourcen- und Energiemanagement
  • Flussgebietsmanagement
  • Urbaner Wasserhaushalt
  • Angepasste Technologien

Projektbeispiel MoRE Die EU-Wasserrahmenrichtlinie zielt auf einen guten ökologischen Zustand der Gewässer. Um den aktuellen Zustand der Gewässer zu beschreiben und ggf. Handlungsbedarf zu identifizieren, werden Modellwerkzeuge eingesetzt. Das Modellwerkzeug Modeling of Regionalized Emissions (MoRE) dient Deutschland als nationales Berichtsund strategisches Planungswerkzeug für die Wasserrahmenrichtlinie. MoRE modelliert für die Flussgebiete Deutschlands zum einen die aktuelle Eintragssituation in die Gewässer für Nährstoffe und Schadstoffe und stellt diese in Form von Karten in einem Geobrowser dar (Bild 7). Zum anderen können in MoRE auch Szenarien zur Reduktion der derzeitigen Stoffeinträge umgesetzt werden. Die Bewertung von Maßnahmen zur Reduktion dieser Stoffeinträge erfolgt über die Wirksamkeit und Kosten der Maßnahmen. MoRE ist aufgrund seines generischen Rechenkerns sehr flexibel und nutzerfreundlich. Verschiedene Varianten von Eingangsdaten und Modellierungsansätzen kann der Nutzer ohne Programmierkenntnisse
anlegen und validieren. MoRE wird am Fachbereich Siedlungswasserwirtschaft und Wassergütewirtschaft des Instituts für Wasser und Gewässerentwicklung kontinuierlich weiterentwickelt.

Kontakt:
Siedlungswasserwirtschaft und Wassergütewirtschaft
Dr.-Ing. Stephan Fuchs
Tel. +49 721 608-46199
E-Mail: stephan fuchsPcv6∂kit edu