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Modell-basierte Quantifizierung und Internet-basierte Visualisierung der Einträge prioritärer Stoffe in die Fließgewässer Deutschlands

Modell-basierte Quantifizierung und Internet-basierte Visualisierung der Einträge prioritärer Stoffe in die Fließgewässer Deutschlands
Ansprechpartner:

Dr.-Ing. S. Fuchs
Dipl.-Geol. U. Scherer

Projektgruppe:Abteilung 2

Kurzbeschreibung

 


Der Eintrag von Schwermetallen sowie von weiteren durch die EU-Wasserrahmenrichtlinie als prioritär eingestuften Stoffen in die Oberflächengewässer stellt eine Beeinträchtigung aquatischer Ökosysteme dar. Zur Reduzierung der Schadstofffrachten hat die Bundesrepublik Deutschland im Rahmen internationaler Meeresschutz- und Flussgebietsabkommen (u.a. Internationale Nordseeschutzkonferenz (INK), OSPAR-Kommission zum Schutz der Nordsee und des Nordostatlantiks (OSPAR), Helsinki-Übereinkommen zum Schutz der Ostsee (HELCOM), internationale Flussgebietskommissionen IKSR, IKSD, IKSE) Mengenreduktionsziele vereinbart. Weiterhin ist auf Ebene der Europäischen Union im Jahre 2000 die EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) in Kraft getreten. Durch die Richtlinie soll eine ständige Reduzierung der Verschmutzung und ein "guter ökologischer Zustand" der Gewässer erreicht werden. Aus diesen Abkommen ergibt sich für die Mitgliedstaaten die Verpflichtung, signifikante Belastungen der Gewässer durch punktförmige und diffuse Quellen auszuweisen.

Ziel dieses Vorhabens ist es, ein Werkzeug zu entwickeln, das Bund und Länder bei der Quantifizierung der Emissionen aus punktförmigen und diffusen Quellen sowie bei der Erarbeitung von Bewirtschaftungsplänen für die WRRL unterstützt. Dies gilt insbesondere für die großen Flussgebiete und die Küstenzonen, deren Bewirtschaftungspläne jeweils das gesamte Einzugsgebiet (einschließlich der angrenzenden ausländischen Teilgebiete) umfassen und für die Analysen und Szenario­berechnungen mit einheitlichen Modellgrundlagen durchgeführt werden müssen.

Für die Quantifizierung der Nährstoffemissionen in die Oberflächengewässer Deutschlands wurde das Modell MONERIS am Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (Berlin) entwickelt. Das Institut für Wasser und Gewässerentwicklung (Universität Karlsruhe) hat eine methodisch einheitliche Abschätzung der Schwermetallemissionen analog zu den Nährstoffen für die großen Flussgebiete Deutschlands für die Bilanzjahre 1985, 1995 und 2000 durchgeführt. Im Rahmen dieses Vorhabens wird eine methodische Weiterentwicklung der Quantifizierung von Schwermetallen und ausgewählten prioritären Stoffen aus punktförmigen und diffusen Quellen auf der Basis der Emissionsmethode vorgenommen. Der Fokus der methodischen Arbeiten liegt insbesondere in der Erreichung einer höheren räumlichen Auflösung für die Berechnung der Schwermetallemissionen sowie in der Weiterentwicklung der Quantifizierungsansätze für Emissionen aus urbanen Gebieten (Kommunale Kläranlagen, Regenwasserkanäle, Mischwasserüberläufe) und historischen Bergbaualtlasten."