Institut für Wasser und Gewässerentwicklung, Fachbereich Siedlungswasser- und Wassergütewirtschaft

MoRE NRW: Modellierung der Nährstoff- und Quecksilbereinträge in die Oberflächengewässer NRWs mithilfe des Modell MoRE unter besonderer Berücksichtigung der Niederschlagswassereinleitungen

Kurzbeschreibung

Aus der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL 2000) und der Oberflächengewässerverordnung (OGewV 2016) ergeben sich gesetzliche Anforderungen an den Gewässerschutz. Ziel ist es, einen guten ökologischen Zustand bzw. ein gutes ökologisches Potential in den Gewässern zu erreichen. An und in Gewässern, bei denen im Rahmen der Bestandsaufnahme ein Zu-stand schlechter als gut oder eine Gefährdung der Zielerreichung festgestellt wurde, müssen geeignete Maßnahmen durchgeführt werden.

Durch die Pilotanfrage der Europäischen Kommission vom 22. Juli 2015 bezüglich Nährstoffe sind neben der Zustandsbetrachtung auch eine Defizitanalyse und die Abschätzung der Wirksamkeit der Maßnahmen zur Zielerreichung notwendig.

Für NRW soll aufbauend auf dem deutschlandweiten MoRE-Modell eine aktualisierte und verbesserte Modellversion erstellt werden. Dafür ist zunächst eine Prüfung der Ergebnisse anhand von Monitoringdaten geplant. Die modellbasierten Methoden sollen dann mithilfe von NRW-weit vorliegenden höher aufgelösten Eingangsdaten und NRW-spezifischen Daten und Methoden angepasst werden. Daher müssen in dem geplanten Vorhaben neue Eingangsdaten implementiert und neue Berechnungsansätze erstellt werden. Weitere Punkte sind die Umsetzung des Ansatzes zum Eintrag über urbane Systeme aus dem Lagebericht Abwasser und die Implementierung neuer Daten zu Quecksilber. Die Berechnung soll einen Zeitraum von 5 Jahren umfassen (z.B. 2010-2014), außerdem ist eine Modellrechnung über die langjährigen Mittelwerte und aktuellen Emissionsdaten geplant. Auf diesem IST-Zustand aufbauend, sind zu modellierende Maßnahmenszenarien geplant.