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Reduktion des Feststoffeintrages durch Niederschlagswassereinleitungen – Phase 2 (REFENI 2)

Reduktion des Feststoffeintrages durch Niederschlagswassereinleitungen – Phase 2 (REFENI 2)
Ansprechpartner:

M. Sc. Adriana Silva
Dr.-Ing. Stephan Fuchs

Förderung:

MKULNV NRW

Starttermin:

05/2015

Endtermin:

02/2017

Kurzbeschreibung

Regenklärbecken (RKB) sind Standardbauwerke zur Behandlung von Niederschlagswasser aus Trennkanalisationen (siehe auch Trennerlass NRW, DWA-A 166). Die im Niederschlagsabfluss vorhandenen Feststoffe werden durch Sedimentation zurückgehalten.
Die Einschätzung der Wirksamkeit von RKB gewinnt im Zuge der Suche nach geeigneten Maßnahmen bei der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie an Bedeutung.

Im Rahmen der 1. Phase dieses Projektes wurden 10 Regenklärbecken hinsichtlich ihres Feststoffrückhaltes untersucht. Im Rahmen der orientierenden Untersuchungen zeigte sich eine deutlich geringere Rückhalteleistung als erwartet. Deutlich geringer als erwartet waren auch die zufließenden Feststoffkonzentrationen (im Mittel: 35 mg/l statt 130 mg/l).

Durch eine detaillierte ereignisbezogene Beprobung im Rahmen der 2. Phase sollen Ursachen aufgezeigt und maßgebende Einflussgrößen identifiziert werden. Dabei wird auch die Charakteristik des Einzugsgebietes untersucht.

Aus dem detaillierten Monitoring werden Eingangsdaten für eine numerische Simulation (CFD-Simulation) der RKB gewonnen. Über eine hybride Modellierung mittels eines physikalischen Labormodells (Maßstab 1:10) und des CFD-Modells werden die Teilprozesse Durchströmung, Sedimentation und Erosion validiert. Ergänzt werden diese Untersuchungen durch die Erarbeitung einer Benchmark für den möglichen Wirkungsgrad von bestmöglich nach den Regeln der Technik konstruierten, rechteckigen Regenbecken.

Das Ziel ist es, aus diesen Untersuchungen Erkenntnisse zur Sicherstellung und Verbesserung der Reinigungsleitung abzuleiten und auf dieser Grundlage Kriterien zur Bemessung, konstruktiven Gestaltung und zum Betrieb von Regenklärbecken zu erarbeiten und als Stand der Technik für zukünftige Anwendungen in Nordrhein-Westfalen zu empfehlen.

Projektbeteiligt sind neben dem KIT die TU Kaiserslautern (Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft), die FH Münster (Institut für Wasser Ressourcen Umwelt) und die DWA (Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.).