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International vergleichende Analyse der Methoden zur Bilanzierung der Einträge von Spurenstoffen in die Gewässer vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Ergebnisgenauigkeit, Berichterstattung und Maßnahmenplanung (Inn-Projekt)

International vergleichende Analyse der Methoden zur Bilanzierung der Einträge von Spurenstoffen in die Gewässer vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Ergebnisgenauigkeit, Berichterstattung und Maßnahmenplanung (Inn-Projekt)
Ansprechpartner:

M.Sc. Maria Kaiser
Dipl.-Geoökol. Lucas Reid
Dr.-Ing. Stephan Fuchs

Förderung:

Umweltbundesamt Deutschland

Starttermin:

11/2013 

Endtermin:

04/2017

Kurzbeschreibung

Deutschland Traunhofen
Der Inn bei Jettenbach, Foto: Hansueli Krapf via Wikimedia Commons
Verlaufskarte des Inn Deutschland
Verlaufskarte des Inn, Autor: Thomas Römer via Wikimedia Commons

Ziel des beantragten Forschungsvorhabens ist die Weiterentwicklung des Modellsystems MoRE (Modelling of Regionalized Emissions) hinsichtlich einer räumlich und zeitlich differenzierteren Abbildung der Wasser-, Sediment- und Stoffflüsse in Flussgebieten.

Die bisherigen Entwicklungen von Flussgebietsmodellen zur Quantifizierung von Stoffemissionen der Umweltbehörden waren jeweils auf das eigene Staatsgebiet fokussiert. Das Einzugsgebiet von Grenzflusssystemen verteilt sich jedoch auf zwei oder mehrere Staatsgebiete mit teilweise sehr spezifischen naturräumlichen Eigenschaften und Landnutzungsverteilungen. Ausländische Einzugsgebietsteile wurden bisher zwar mitbetrachtet um grenzüberschreitende Abflüsse und Stofffrachten abschätzen zu können, allerdings war die räumliche Auflösung und Datenverfügbarkeit deutlich schlechter. Eine national fokussierte Betrachtung ist deshalb besonders bei einem Fluss, wie dem Inn, der in seinem Längsverlauf mehrmals die Staatsgrenze „überschreitet“, nicht zielführend. Wesentliche Kontrollgrößen des Wasser- und Stofftransportes können nur unzureichend erfasst werden und eine realitätsnahe Abbildung der Gesamtemissionen als Basis für eine effiziente Maßnahmenplanung ist quasi nicht möglich.

Durch koordinierte Forschungsvorhaben von

  • Österreich (Umweltbundesamt Wien)
  • Bayern (Bayrisches Landesamt für Umwelt) und
  • Deutschland (Umweltbundesamt Dessau)

im Einzugsgebiet des Inn soll diesem Defizit begegnet werden. Das generelle Ziel der beteiligten Kooperationspartner liegt in einer abgestimmten Betrachtung des Inn - Salzach Einzugsgebietes in Bezug auf die Bestimmung von Nährstoff- und Schadstoffeinträgen. Die damit erzielten Erfahrungen und Ergebnisse können auch als Grundlage für Betrachtungen im gesamten Donauraum herangezogen werden. Anhand einer abgestimmten Datenbasis und abgestimmter und verbesserter Bewertungsmodelle soll erstmals die Grundlage für eine gemeinsame Evaluierung aller Nährstoff- und Schadstoffeinträge (aus Punkt- und diffusen Quellen) im gesamten Inn-Salzach-Einzugsgebiet erfolgen.

Das langfristige Ziel liegt in einer (aus ökonomischer und umweltpolitischer Sicht) effizienten Umsetzung zukünftiger Planungsschritte im Rahmen eines transnationalen Gewässermanagements.

Innerhalb dieses Gesamtkonzeptes werden die folgenden Arbeitsziele definiert:

  • Anpassung, Validierung und Ankopplung des Wasserhaushaltsmodells LARSIM-ME an das Modellsystem MoRE und Entwicklung eines modellkompatiblen Ansatzes für den urbanen Wasserhaushalt
  • Ableitung einer Feststoffbilanz für unbefestigte und befestigte Flächen im Inn-Einzugsgebiet
  • Charakterisierung von Retentionsprozessen in Einzugsgebieten und Gewässersystemen
  • Anbindung des gelösten und partikulären Stofftransports für Nährstoffe und ausgewählte prioritäre Stoffe
  • Validierung der Modellergebnisse für die Eintragspfade anhand von Monitoringdaten